STEINERNE SPUREN WELTERBESTÄTTEN IN DEUTSCHLAND MALEREI VON ALEXANDER DETTMAR   vom 16. November 2019 bis 8. März 2020

STEINERNE SPUREN WELTERBESTÄTTEN IN DEUTSCHLAND MALEREI VON ALEXANDER DETTMAR


vom 16. November 2019 bis 8. März 2020

1999 wurde die Wartburg von der UNESCO in die Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen. Damit steht sie in einer Reihe mit 45 weiteren Gebäuden, Ensembles und Stätten, Naturgebilden, geologischen und physiographischen Erscheinungsformen sowie Naturstätten in Deutschland, die sich durch den außergewöhnlichen universellen Wert, durch Authentizität und durch Unversehrtheit auszeichnen und deshalb besonderen nationalen wie internationalen Schutz genießen. 

trenner
Wartburg
Domvorhalle Goslar
Nikolaikirche Wismar
Völklingen
Weimar

Sonderausstellung

Das zwanzigjährige Jubiläum begeht die Wartburg-Stiftung mit einer ganz besonderen Ausstellung, die die bedeutende Geschichte und Baukunst deutscher Welterbestätten mit der Gegenwart vereint. Alexander Dettmar hat sich auf den Weg zu einigen „Steinernen Spuren“ des Welterbes begeben und sie auf seine unverwechselbare Weise in Gemälden festgehalten, die nun erstmals auf der Wartburg präsentiert werden.

Dettmar gilt als einer der bedeutendsten Architekturmaler Deutschlands und ist seit 1995 Träger des Ernst Barlach Preises der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg. Zu den Höhepunkten seines Schaffens gehören die „Begegnungen“ mit den Werken von Ernst Barlach, Lyonel Feininger oder Käthe Kollwitz, die in den letzten Jahren in ganz Deutschland in Ausstellungen zu sehen waren. Das „Malen gegen das Vergessen“ aber, mit dem der Künstler mehr als 150 von den Nationalsozialisten zerstörte Synagogen auf der Leinwand wiedererstehen ließ und sie vor der Auslöschung aus dem kollektiven Gedächtnis bewahrt hat, ist wohl das bekannteste und beeindruckendste Zeugnis seines Wirkens. 

In der Ausstellung „Steinerne Spuren. Welterbestätten in Deutschland“ eröffnet Alexander Dettmar Blicke auf das klassische Weimar und die Luthergedenkstätten in Wittenberg ebenso wie auf die Völklinger Hütte, den Park von Sanssouci, Quedlinburg und die Wartburg. Die Motive sind in seinen bekannten erdigen Farbtönen gehalten, sie sind menschenleer, aber keineswegs düster. Auf ihre ungewohnt stille, auf Bewahrung abzielende Weise vermitteln die Gemälde zugleich Geschichte, Gedächtnis und Erinnerung. Dettmars konzentrierte Sicht auf die Architektur vermittelt dem Betrachter eine neue und ungewohnte Perspektive, lässt eine Aura der scheinbaren Ewigkeit entstehen, die trügerisch sein mag, sich aber um denjenigen, der sich darauf einlässt, auf überaus wohltuende Weise ausbreitet.

 

16. November 2019 bis 8. März 2020

Besichtigung während unserer Öffnungszeiten möglich.


Zur Ausstellung erscheint der Begleitband

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog in Deutsch und Englisch:

ALEXANDER DETTMAR: STEINERNE SPUREN. WELTERBESTÄTTEN IN DEUTSCHLAND. STONE TRACES. WORLD HERITAGE SITES IN GERMANY


Online-Fotoausstellung "Wartburgerinnerungen im Bild. Private Fotoschätze aus 100 Jahren"

Im Rahmen der Sonderausstellung "Objektiv!? Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts" wurde dazu aufgerufen, private Wartburgfotos aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einzuschicken. Von über 250 eingegangenen, ganz persönlichen Wartburgerinnerungen werden nun gut 60 in einer Online-Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Neben bekannten Wartburg-Motiven erhellen diese privaten Fotoschätze mitunter auch kaum beleuchtete Aspekte der Wartburggeschichte. Wir danken allen Einsenderinnen und Einsendern, die mit der Öffnung ihrer privaten Fotoalben die Ausstellung ermöglicht haben.

Hier geht es zur Online-Ausstellung

Besuchergruppe auf der Palastreppe, ca. 1939–1945. Eingesendet von Dorle Nitschke
Besuchergruppe auf der Palastreppe, ca. 1939–1945. Eingesendet von Dorle Nitschke