Wartburg - Magazin - Foto: bbsmedien

Objekt des Monats Lieblingsstücke unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Jeden Monat stellt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Wartburg sein derzeitiges Lieblingsobjekt vor. Dabei kann es sich ebenso um Kunstwerke aus der Dauerstellung, der aktuellen Sonderausstellung oder dem Depot wie auch um Objekte im Burggelände handeln – seien es kunstvolle Türklopfer, Kapitelle oder seltene Pflanzen aus dem Burggarten.

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Der Velsbachstein unterhalb der Wartburg

Thomas Bell, Handwerker in der Bauhütte der Wartburg, stellt sein Lieblingsobjekt des Monats November vor: „Der sogenannte Velsbachstein ist ein unscheinbares Steinmonument, dessen Name an einen Eisenacher Ratsherrn erinnert, der im 13. Jahrhundert mit einer Blide (Steinschleuder) von der Wartburg in Richtung Eisenach geschleudert worden sein soll. Nachdem der Stein einige Zeit in der Restauratorenwerkstatt verbracht hat, konnte ihn die Bauhütte der Wartburg im Sommer wieder an seinem Platz aufstellen.“

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Der Sängerkrieg auf der WartburgAugust von Wille, um 1859

Yvonne Spank, Gästeführerin auf der Wartburg, stellt ihr Lieblingsobjekt des Monats Oktober vor: „Das farbenfrohe Historiengemälde passt wunderbar in den zweiten Museumsraum, in dem die Instrumente der Wartburgsammlung in einen Zusammenhang mit der Tradition des Musenhofes gestellt werden." 

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Blick auf das Tor der Wartburg

Die Toranlage der Wartburg

Conny Jäckel, Mitarbeiterin im Museumshop, stellt ihr Lieblingsobjekt des Monats September vor: „Wie schon seit Jahrhunderten endet ein Tag auf der Wartburg, wenn das schwere, hölzerne Tor zur Zugbrücke geschlossen wird. Hat man Glück und darf vielleicht einmal durch die kleine Pforte, das Nadelöhr, schlüpfen, fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, welche berühmten Persönlichkeiten schon auf diese Weise Einlass in Burg erlangt haben.“

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Brunnen im ersten Burghof

Jens Armstroff, Mitarbeiter im Bereich der Haustechnik, stellt sein Lieblingsobjekt des Monats August vor: „Im tiefergelegenen Bereich des ersten Burghofs befindet sich ein kleiner Brunnen, der mit frischem Quellwasser aus der Wartburg-Wasserleitung versorgt wird. Früh am Morgen, lange vor dem Eintreffen der ersten Besucher, kann man dort manchmal die Wartburgtauben beobachten, die sich auf dem kunstvoll geschmiedeten Aufsatz oder dem Brunnenbecken niedergelassen haben.“

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Bank aus dem Festsaal der WartburgFriedrich Hrdina, 1858, Eiche geschnitzt

Kerstin Böttger, Mitarbeiterin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen, stellt ihr Lieblingsobjekt des Monats Juli vor: „Der prächtige Festsaal im obersten Geschoss des mittelalterlichen Palas ist Schauplatz von mehr als 40 Veranstaltungen und Konzerten im Jahr. Nicht nur in den Malereien und Skulpturen, sondern auch an den geschnitzten Seitenlehnen der 14 im Saal stehenden Bänke eröffnet sich eine faszinierende Bildwelt, in der sogar der beste Freund des Menschen – ein Hund – im Rankenwerk zu entdecken ist.“

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Sapi-portugiesischer Olifant, Sierra LeoneElfenbein geschnitten, frühes 16. Jh

Dr. Grit Jacobs, wissenschaftliche Leiterin, stellt ihr Lieblingsobjekt des Monats Juni vor: „Im Wartburgmuseum ist ein außergewöhnliches Jagdhorn ausgestellt, das in einer europäischen Kunstsammlung auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich erscheint. Der sog. Olifant wurde im frühen 16. Jh. im westafrikanischen Sierra Leone für portugiesische Auftraggeber geschaffen. Dass dieses faszinierende Objekt zu einer kleinen Gruppe sapi-portugiesischer Olifanten gehört, war bis vor Kurzem sogar den Experten für afrikanische Elfenbeine unbekannt.“

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Luftschiff über dem Exerzierplatz EisenachFotografie vom 2.7.1898

Rainer Salzmann, Fotograf und Mitarbeiter der Fotothek, stellt sein Lieblingsobjekt des Monats Mai vor: „Unter den zahlreichen historischen Fotografien der diesjährigen Sonderausstellung gefällt mir die Aufnahme des Überfluges eines Luftschiffs über die Eisenacher Katzenaue aus dem Jahr 1898 ganz besonders. Dass für dieses Bild wie auch für die älteste Luftaufnahme der Wartburg aus dem gleichen Jahr extra eine Mappe mit einem romantisch bemalten Einband gestaltet wurde, zeugt von der großen Bedeutung, die man diesem Ereignis beigemessen hat.“

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"New Wappenbuch"Johann Siebmacher, Nürnberg 1605

Daniel Miksch, wissenschaftlicher Mitarbeiter, stellt sein Lieblingsobjekt des Monats April vor: „Die Heraldik als Wissenschaft der Wappenkunde gewährt einen ganz eigenen Zugang zu unserer bewegten Vergangenheit. Bereits die Zeitgenossen des 17. Jahrhunderts behalfen sich mit Nachschlagewerken, um bei der schieren Menge der existierenden Wappen den Überblick zu behalten. Eines dieser Formate ist Johann Siebmachers Wappenbuch, ein spannender Band aus der reichhaltigen Wartburgbibliothek und mein Lieblingsobjekt des Monats.“

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Junge Mutter mit KindLUCAS CRANACH D. Ä. UM 1525

Günter Schuchardt, Burghauptmann der Wartburg, stellt sein Lieblingsobjekt des Monats März vor: „Zu den Glanzlichtern der Dauerausstellung auf der Wartburg zählen die Gemälde aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. Unter ihnen ragt wiederum eine einzigartige Darstellung einer jungen Frau mit ihrem Säugling heraus, die der Forschung bis heute ein nicht alltägliches Rätsel aufgibt“.

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Lade und Schenkkrugeiner Gemeinschaftszunft aus Berga

Dr. Dorothee Menke, wissenschaftliche Mitarbeiterin, stellt ihr Lieblingsobjekt des Monats Februar vor: „Dass mich die Auseinandersetzung mit zunächst vielleicht „verstaubt“ anmutenden Objekten wie Zinngefäßen so begeistert hat, lag letztendlich in der Tatsache, dass sie uns sehr viel erzählen können. Ihre Inschriften bringen uns Personen des 17. und 18. Jahrhunderts näher und schlagen eine Brücke von einer uns mitunter fremd erscheinenden Welt in die heutige Zeit.“

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