Ferdinand Pauwels - Thesenanschlag - verfremdet

Luther und die Deutschen Nationale Sonderausstellung 2017 auf der Wartburg

Vom 4. Mai bis zum 5. November ist die Wartburg in Eisenach Schauplatz einer der drei Nationalen Sonderausstellung, die das Jubiläum der Veröffentlichung der 95 Thesen feiern. „Luther und die Deutschen“ widmet sich den kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen dieses Ereignisses. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Freistaat Thüringen, beleuchtet das ambitionierte Ausstellungsprojekt die wechselvolle Beziehung zwischen dem Reformator Martin Luther und „seinen“ Deutschen – vom Thesenanschlag 1517 bis ins 20. Jahrhundert.

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Wartburg - Luther übersetzt die Bibel, Paul Thumann
Sog. Zerbster Prinkbibel - Wittenberg - 1541
Luther in der Hölle - Egbert van Heemskerck - um 1700/04
Doppeladler-Standarte Schwäbisch Gmünd - 1532
Taufschüssel mit Sündenfalldarstellung - 1. Hälfte 16. Jahrhundert

Mit jährlich 350.000 Besuchern ist die Wartburg in Eisenach die meistbesuchte Lutherstätte weltweit. Knapp ein Jahr schützten ihre dicken Mauern den Reformator Martin Luther, als er nach dem Wormser Reichstag (1521), geächtet und unter Kirchenbann stehend, hier das Neue Testament ins Deutsche übertrug. Damit legte er das Fundament für eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Die Lutherstube – authentischer Wohn- und Arbeitsraum des Reformators auf der Burg – ist seit Jahrhunderten Ziel unzähliger Pilger aus der ganzen Welt.

Spannende Aspekte einer komplexen nationalen Rezeptionsgeschichte

Somit ist die Wartburg der perfekte Schauplatz für die Nationale Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“, die den Reformator Martin Luther als nationale Symbol- und Projektionsfigur beleuchtet und dabei zeigt, wie jede Epoche in den vergangenen 500 Jahren ihr ganz eigenes Lutherbild prägte.

Prägnante reformatorische Leitmotive werden im Kontext von 500 Jahren deutscher Geschichte vorgestellt und dabei aus Luthers Zeit ein Bogen bis in die Gegenwart geschlagen. Die Ausstellung bewerkstelligt diese Herausforderrung in drei großen Themenbereichen: Während im ersten Teil die Lebensumstände um 1500 und die Lutherstätte Wartburg als deutscher Erinnerungsort im Mittelpunkt stehen, zeigt der zweite die kultur- und geistesgeschichtlichen Folgen von Luthers protestantischer Lehre. Die politische Instrumentalisierung und Inanspruchnahme der Reformation sowie ihres prominenten Vertreters ist Gegenstand des dritten Ausstellungsteils.

Auf einer Gesamtfläche von mehr als 1.200 Quadratmetern im Innenraum  und auf den Außenflächen der Wartburg werden rund 300 eindrucksvolle Exponate von nationalen und internationalen Leihgebern sowie aus der Sammlung der Wartburg-Stiftung präsentiert.

Im Eintrittspreis der Nationalen Sonderausstellung ist ein Audioguide für Kinder und Erwachsene zu Themen der Ausstellung und zur Architektur der Wartburg inbegriffen, der - gemeinsam mit den unterschiedlichen Publikationen - Ihren Besuch auf der Wartburg begleiten kann. Der Katalog "Luther und die Deutschen", der zur Ausstellungseröffnung erscheinen wird, gibt Ihnen, mit zahlreichen Aufsätzen renommierter Wissenschaftlicher unterschiedlichster Disziplinen, die Möglichkeit nach dem Ausstellungsbesuch in Ruhe tiefer in das Thema einzutauchen.



Die volle Wucht der Reformation Drei Nationale Sonderausstellungen

„Luther und die Deutschen“ ist eine von drei großen Ausstellungsprojekten, die 2017 an die Veröffentlichung der 95 Thesen 1517 - also vor 500 Jahren - erinnern. Gemeinsam mit den beiden Ausstellungen „Der Luthereffekt – 500 Jahre Protestantismus in der Welt“ (Deutsches Historisches Museum im Martin-Gropius-Bau, Berlin, 12. Mai bis 5. November 2017) und „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ (Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Lutherhaus/Augusteum, Lutherstadt Wittenberg, 13. Mai bis 5. November 2017) widmet sie sich dem Thema „Reformation“ in seinen vielfältigen Facetten.

Hier gelangen Sie zur gemeinsamen Webseite der Nationalen Sonderausstellungen

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