Wartburg - Ansicht von Osten - Foto: A. Nestler

Luther und die Deutschen Nationale Sonderausstellung 2017 auf der Wartburg

Die Wartburg in Eisenach ist vom 4. Mai bis zum 5. November 2017 Schauplatz der Nationalen Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“, mit der an 500 Jahre Reformation in Deutschland erinnert werden soll. Gefördert von der Bundes­regierung und vom Freistaat Thüringen, beleuchtet das ambitionierte Ausstellungsprojekt die wechselvolle Beziehung zwischen dem Reformator Martin Luther und „seinen“ Deutschen – vom Thesenanschlag 1517 bis ins 21. Jahrhundert.

trenner
Wartburg - Martin Luther - Lucas Cranach d.Ä,, Werkstatt um 1526
Wartburg -Lutherstube - Foto: A. Nestler
Wartburg - Luthers Ankunft auf der Wartburg, Paul Thumann
Wartburg - Luther übersetzt die Bibel, Paul Thumann
Wartburg - Lutherbibel - Foto: A. Nestler

Mit jährlich 350.000 Besuchern ist die Wartburg in Eisenach heute die meistbesuchte Lutherstätte weltweit. Ein knappes Jahr lang schützten ihre dicken Mauern den Reformator Martin Luther, als er nach dem Wormser Reichstag (1521), geächtet und unter Kirchenbann stehend, das Neue Testament ins Deutsche übertrug. Damit legte er das Fundament für eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Die Lutherstube – authentischer Wohn- und Arbeitsraum des Reformators auf der Burg – ist seit Jahrhunderten Ziel unzähliger Pilger aus der ganzen Welt.

Spannende Aspekte einer komplexen nationalen Rezeptionsgeschichte

Die Wartburg ist also der perfekte Schauplatz für die Nationale Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“, die den Reformator Martin Luther als nationale deutsche Symbol- und Projektionsfigur beleuchtet und dabei zeigt, wie jede historische Epoche ihr ganz eigenes Lutherbild prägte.

Prägnante reformatorische Leitmotive werden im Kontext von 500 Jahren deutscher Geschichte vorgestellt und dabei von Luthers Sicht her ein Bogen bis zur Gegenwart geschlagen. Die Ausstellung widmet sich dabei drei großen Themenbereichen: Während im ersten Teil die Lutherstätte Wartburg als deutscher Erinnerungsort im Mittelpunkt steht, zeigt der zweite die kultur- und geistesgeschichtlichen Folgen von Luthers protestantischer Lehre auf. Die politische Instrumentalisierung der Reformation ist Gegenstand des dritten Ausstellungsteils.

Auf einer Gesamtfläche von mehr als 1.000 Quadratmetern werden circa 300 eindrucksvolle Exponate – Gemälde, Druckwerke, Skulpturen, Grafik und Alltagsgegenstände –aus den Beständen der Wartburg-Stiftung sowie von nationalen und internationalen Leihgebern präsentiert. Die Wartburg selbst nimmt mit ihren geschichtsträchtigen Räumlichkeiten ebenfalls Exponatstatus ein. Ein im Eintrittspreis inbegriffener Audioguide für Kinder und Erwachsene sowie diverse Überblicks- und Themenführungen und museumspädagogische Angebote sprechen die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Besucher an. Die zur Ausstellungseröffnung erscheinende Begleitpublikation eröffnet die Möglichkeit, das breite Themenspektrum der Ausstellung zu erweitern und zu vertiefen. Auf den Burghöfen laden historische Nachbauten zum Entdecken ein.


Die volle Wucht der Reformation Drei Nationale Sonderausstellungen

„Luther und die Deutschen“ ist eine von drei großen, staatlich geförderten Ausstellungsprojekten, die 2017 an 500 Jahre Reformation erinnern. Gemeinsam mit den beiden Partner-Ausstellungen „Der Luthereffekt – 500 Jahre Protestantismus in der Welt“ (Deutsches Historisches Museum im Martin-Gropius-Bau, Berlin, 12.4. - 5.11.2017) und „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ (Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Lutherhaus/ Augusteum, Lutherstadt Wittenberg, 13.5. - 5.11.2017) widmet sie sich dem Thema „Reformation“ in seinen vielfältigen Facetten.

Hier gelangen Sie zur gemeinsamen Seite der Nationalen Sonderausstellungen


trenner